What the fuck?!

20. November 2009 von sophiewollner

Der VSStÖ hat eine neue Kampagne; sie trägt den Titel „What the fuck?!“ und ist Teil eines harten und langen Kampfes gegen Sexismus im Alltag. Weil es so nicht bleiben kann. Alles rund um die Kampagne – Blogeinträge, ein kleines Gewinsspiel und die Anmeldemöglichkeit zum Fempowerment, dem Frauenseminar des VSStÖ gibts hier: whatthefuck.at – vorbeischaun, durchklicken, verlinken!

Das Pickerl: What the fuck?!

Fairness statt „Sanftheit“

4. November 2009 von sophiewollner

„Die Uni brennt“ und der Diskurs um die österreichischen Hochschulen treibt Blüten. Bundeskanzler Faymann verstärkt durch seine Aussagen in den letzten Tagen das Bild der unklaren SPÖ-Position in Sachen Zugangsbeschränkungen und Hochschulpolitik. Niki Kowall argumentiert in seinem Blogbeitrag für eine sanfte Lenkung an der Uni – die Instrumente die er vorschlägt und der Weg den er einschlagen möchte sind, wenn auch bei ähnlichem Ziel, fragwürdig. Die Argumentationsweise schlägt – trotz expliziter Kritik an der Politik der SPÖ – in eine ähnliche Kerbe wie die Bundespolitik: eine Hochschulsicht der Restriktion anstatt der Expansion. Ich habe ihm auf dem Blog der Sektion Acht geantwortet.

Zugangsregelungen? Zugangsbeschränkungen? – Eine Farce und ein offener Brief

3. November 2009 von sophiewollner

„Es geht nicht ohne Zugangsregelungen“ war der gestrige Faymann-Sager der in der Causa Zugangsbeschränkungen für Aufsehen gesorgt hat. Der Bundeskanzler scheint nach mehreren Solidarisierungen mit den Studierenden und deren Anliegen nun doch zurückzurudern. Ein Kniefall vor der ÖVP oder doch nur schlecht kommuniziert? Bald wurde versucht, Faymanns Aussage vor der APA zu relativieren – er wäre eigentlich schon für den offenen Hochschulzugang und faire Bedingungen. Und die ÖVP wolle die Schranken schließen, die SPÖ aber nicht. Und was passiert? Durch die Novelle des Unversitätsgesetzes sind Zugangsbeschränkungen im Master flächendeckend möglich, der Paragraf 124b lässt in „Notfällen“ den Bachelor beschränken. Die Schranken werden also geschlossen – mit der SPÖ.

Ein Bundeskanzler und Parteichef, der vom freien Zugang zu Bildung spricht und im selben Atemzug Zugangsbeschränkungen als unvermeidbar darstellt, braucht sich über Glaubwürdigkeitsprobleme nicht zu wundern

Die Unis brauchen mehr Geld, das leugnet mittlerweile niemand mehr. Und die SPÖ scheint sich aus der Affäre ziehen zu wollen – wir brauchen aber Antworten auf die Bildungsmisere und mehr als leere Bekenntnisse. Deshalb ist heute auch ein offener Brief an de SPÖ-Regierungsmitglieder ergangen - den Worten müssen Taten folgen!

Liebes Regierungsteam der SPÖ,

Die Studierendenproteste der letzten Wochen zeigen, dass an den Universitäten viel im Argen liegt – und dass die Studierenden sich wehren.
Die Universitäten brauchen mehr Geld – und nicht weniger Studierende. Über die vielen Studierenden und den Anstieg der StudienanfängerInnen aufgrund der Teilabschaffung der Studiengebühren müssen wir uns freuen – anstatt über Beschränkungen zu sprechen.

Die Sozialdemokratie heftet sich in Österreich und weltweit den Kampf für Bildung als emanzipatorische Kraft auf die Fahnen. Die gemeinsame Schule ist ein Teil dieses Kampfes.

Aber nicht nur Schulbildung, auch Hochschulbildung muss frei und allen zugänglich sein – denn nur das ermöglicht gerechten und gleichen Zugang zu Bildung; Zugangsbeschränkungen halten Menschen vom Studieren ab. Daran ändern Umdeutungsversuche in „qualitative Zulassungsvoraussetzungen“ oder „Zugangsregelungen“ nichts. Zugangsbeschränkungen, egal ob Aufnahmetest, Numerus Clausus oder Knock-Out-Prüfung in einer verschärften Studieneingangsphase, hindern vor allem sozial Schwächere am Studierenden.

Bildungsnahe Schichten sind an den Universitäten um den Faktor Drei überrepräsentiert (BMWF, Materialien zur sozialen Lage der Studierenden 2007, 46). Kinder von Vätern mit akademischem Abschluss beginnen also mehr als fünf mal häufiger ein wissenschaftliches Studium als jene von Vätern mit Lehrabschluss. Deutlicher lässt sich die soziale Selektivität des österreichischen Bildungssystems nicht aufzeigen.

Begründet werden Zugangsbeschränkungen in aller Regel mit der schlechten budgetären Lage der Universitäten, man könne sich nur eine bestimmte Anzahl an Studierenden „leisten“. Dabei wird aber gerne verschwiegen, dass jene schlechte budgetäre Lage Ergebnis einer bewussten Budgetpolitik ist. Welchen Stellenwert Bildung hat, ist nämlich kein Sachzwang sondern politischer Wille. Dass Hahn und Co den „Ansturm der Deutschen“ dazu verwenden, wieder Studiengebühren und noch mehr Zugangsbeschränkungen zu fordern, mag im Verständnis konservativer Politik logisch sein – als SozialdemokratInnen darauf einzusteigen, ist aber der falsche Weg.

Wir fordern euch auf, den Worten und Bekenntnissen zu zwei Prozent des BIP in den tertiären Bereich, nun Taten folgen zu lassen – und der ÖVP und ihren Wünschen nach Elite-Hochschulen nicht klein bei zu geben! Hochschulen können und müssen ohne Zugangsbeschränkungen funktionieren. Dazu braucht es nicht nur ein Bekenntnis und Soldarisierungen sondern tatsächliche Verbesserungen. Der erste Schritt auf einem langen Weg zu einem fairen Hochschulsystem ist die Hochschulmilliarde.

Für den offenen Hochschulzugang!

Sophie Wollner
VSStÖ Bundesvorsitzende

WolfgangMoitzi
SJ Verbandsvorsitzender

Iris Schwarzenbacher
aks Bundesvorsitzende

Aufruf zur Demonstration morgen 17 Uhr

27. Oktober 2009 von sophiewollner

Die Protestwelle in ganz Österreich hat zu breiter Unterstützung aus allen Bereichen der Gesellschaft geführt, SchülerInnen, ArbeitnehmerInnen, PädagogInnen, Lehrende und viele mehr solidarisieren sich mit den Anliegen der Studierenden.

Der Protest wird breiter: Morgen Mittwoch, 28.10. findet um 17 Uhr eine große Bildungsdemonstration in Wien, Treffpunkt vor dem Hautgebäude der Uni Wien statt.

Wir kämpfen für freie Bildung, gegen Studiengebühren, gegen Zugangsbeschränkungen und für bessere Studienbedingungen!

Wir wollen unbeschränkt Studieren!

Wir wollen unbeschränkt studieren!

25. Oktober 2009 von sophiewollner

Anfang der Woche wurde die Akademie der bildenden Künste besetzt. Seit Donnerstag ist das Audimax an der Uni Wien besetzt. An der Uni Graz ist ein Hörsaal besetzt. In Innsbruck formiert sich Protest für kommende Woche.

Wir Studierende schreien auf: die Studienbedingungen sind katastrophal, die Unis haben kein Geld, es drohen Zugangsbeschränkungen, der Anti-Wissenschaftsminister will Studiengebühren wieder einführen und das Stipendiensystem ist löchrig. Grund genug, für tausende Studierende, sich das nicht mehr gefallen zu lassen und durch verschiedene Protestformen den Sorgen Ausdruck zu verleihen.

Jetzt gehts darum, dass Hahn und die Regierung handeln: Wir brauchen ein sinnvolles Konzept für die Unis, ausreichende Hochschulfinanzierung und echte soziale Absicherung. Alle sollen studieren können – und das unbeschränkt!

Grenzenlos Studieren?

18. Oktober 2009 von sophiewollner

Zugangsbeschränkungen treffen ausländische Studierende besonders hart. Ein Überblick über die Ungerechtigkeit der Mischung aus Universitätsgesetz und Fremdenrecht.

Ausführlicher und gedruckt nachzulesen ist der Artikel in der unique, der Zeitung der ÖH Uni Wien.

Zugangsbeschränkungen wie beispielsweise Aufnahmetests sind große Steine auf dem Weg von Studierenden die nicht aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) kommen. Als Nicht-EWR-Bürgerin ist die Finanzierung des Studiums durch Erwerbstätigkeit fast unmöglich, da sie nur unter speziellen Auflagen eine Arbeitserlaubnis erhalten. Außerdem muss vor der Einreise die Zulassung erreicht werden – was bei einem Aufnahmetest VOR Zulassung den Beginn eines Studiums kaum möglich macht. So brauchen Drittstaatsangehörige, um an den Aufnahmetests, Bewerbungsgesprächen oder Ähnlichem teilzunehmen, ein TouristInnenvisum damit sie nach Österreich einreisen dürfen. Konnten sie überzeugen und werden zum Studium zugelassen, müssen sie wieder zurück in ihr Heimatland, um dort an der österreichischen Botschaft eine Aufenthaltsbewilligung für Studierende zu beantragen. Wenn sie Glück haben, kann ihr Antrag schnell genug bearbeitet werden um dann hier noch Lehrveranstaltungsplätze zu bekommen, häufig aber kommt die Bewilligung zu spät um noch an Seminaren teilzunehmen.

Wer nicht aus dem EWR kommt, braucht außerdem eine Aufenthaltsbewilligung – und dafür einen gültigen Mietvertrag und Versicherung, sowie genügend Geld auf dem Konto um ein Studium zu beginnen. Das sind laut Bundesministerium für Inneres bis 24 Jahre mindestens 426,57€ pro Monat, ab 24 mindestens 772,40€ pro Monat. Wenn dieser Betrag dann für das ganze kommende Jahr nachgewiesen werden muss ergibt das eine ganz schöne Stange Geld – die auch viele Einheimische nicht einfach so am Konto liegen haben.
Auf diese Art und Weise will der Staat auswählen, wer ins Land kommt: lieber die besser situierten und vor allem keine „Wirtschaftsflüchtlinge“.

Studiengebühren als Zugangsbeschränkung

Die Teilabschaffung der Studiengebühren im September 2008 war für viele ein Erleichterung – leider nicht für alle: Jene die nicht aus dem EWR kommen, müssen weiterhin zahlen. Eine Ungerechtigkeit die für Studierende, die sowieso schon diskriminiert werden, noch mehr Barrieren aufbaut. Dabei ist diese Abwälzung von Kosten auf die Studierenden selbst rein ökonomisch nicht rechtfertigbar. Während des Studiums pumpen ausländische Studierende über Jahre hinweg beträchtliche Summen direkt ins österreichische Wirtschaftssystem, indem sie Miete zahlen, Kleidung, Essen und Lernunterlagen kaufen. Ein Verhalten für das die öffentliche Hand ziemlich viel Geld in die Hand nimmt, um TouristInnen dazu zu motivieren.

Fertig?

AbsolventInnen die nicht aus dem europäischen Wirtschaftsraum kommen und hier nach ihrem Studium weiter leben und Steuern zahlen wollen haben es nicht besonders leicht. Nur wer direkt nach dem Abschluss/sofort über 2.412 Euro pro Monat verdient und somit als „Schlüsselkraft“ gilt, hat Chancen auf eine Niederlassungsbewilligung. Alle anderen müssen hoffen, dass es in ihrem Abschlussjahr noch freie Quotenplätze gibt, andernfalls müssen sie ihre neue Heimat wieder verlassen.

Offener Brief an Uni-Senate

12. Oktober 2009 von sophiewollner

Heute habe ich mich mit einem offenen Brief an die Uni-Senate gewandt, da sie Zugangsbeschränkungen in Master- und PhD-Studien noch verhindern können:

Sehr geehrte Senatsvorsitzende und Senatsmitglieder,

Mit der Universitätsgesetznovelle im Juli 2009 wurden Zugangsbeschränkungen in Master- und allen PhD-Studien ermöglicht. Auch eine verschärfte Studieneingangsphase mit starken Sequenzierungen kann dadurch eingeführt
werden.

Die Entscheidungskompetenz, ob Zugangsbeschränkungen in den einzelnen Studien eingeführt werden, liegt bei den Senaten: Sie, als Stimmberechtigte in den Senaten, können Zugangsbeschränkungen verhindern. Der Verband sozialistischer StudentInnen fordert Sie deshalb auf, Ihre Stimme gegen noch mehr Ungerechtigkeit im Bildungssystem zu erheben und keine Zugangsbeschränkungen zu implementieren.

Zahlreiche Studien und wissenschaftliche Arbeiten bestätigen: Zugangsbeschränkungen wirken höchst sozial selektiv. Vor allem Studierenden aus bildungsfernen Schichten, arbeitenden Studierende und Frauen werden so Steine in den Weg gelegt. Wissenschaftsminister Hahn versucht durch das Verdrängen möglichst vieler Studierenden eine einfache vermeintliche Lösung für die finanzielle Misere der Unis zu erfinden und bezeichnet es als fatal dass über 80 Prozent der Studierenden planen, ein Master-Studium abzuschließen. Das Ziel einer
Universität muss aber sein, allen Studierenden, egal welcher Herkunft oder Geschlecht einen möglichst hohen Bildungsabschluss zu ermöglichen.

Auch im Bereich der Studieneingangsphase rufen verschiedene Stimmen nach möglichst harten Sequenzierungen, um gleich zu Beginn des Studiums Menschen aus der Uni zu drängen.

Die Senate können es den Studierenden in den Studienplänen allerdings ermöglichen, Stunden in die Studieneingangsphase vorzuziehen, damit keine Wartesemester, die zu Beihilfenverlusten führen, entstehen. Außerdem kann mit Senatsbeschlüssen gewährleistet werden, dass keine versteckten Knock-Out-Prüfungen in die Eingangsphasen eingebaut werden. Schließlich sollten Eingangsphasen zur Orientierung dienen und nicht zur Abschreckung benutzt werden.

Wir fordern alle Mitglieder auf, an diesem bildungspolitischen Wendepunkt nicht gegen die Studierenden zu stimmen und Zugangsbeschränkungen auf allen Ebenen zu verhindern und den Elite-Uni-Plan des Wissenschaftsministers zu vereiteln!

Sophie Wollner
VSStÖ Bundesvorsitzende

Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben

11. Oktober 2009 von sophiewollner

Der Wissenschaftsminister war heute in der Pressestunde und hat – mal wieder – „faire Studienbeiträge“ gefordert. Dieser Widerspruch (denn Studiengebühren sind nie fair) ist seine Antwort auf den Uni-“Ansturm“ aufgrund der teilabgeschafften Studiengebühren.

Weil es in Deutschland und der Schweiz Studiengebühren gibt, wachse der Zustrom nach Österreich (und unser „schönes“ Österreich ist ja offenbar nur für ÖsterreicherInnen da – außer sie sind TouristInnen). Hahn fürchtet sich vor dem Ansturm an auf die Unis – nicht nur vor den Deutschen; auch vor zu vielen Studierenden aus Österreich. Klingt absurd  (denn eigentlich sollten wir uns alle zehn Finger abschlecken, für jedeN StudierendeN mehr an den Unis), ist aber so; in Hahns kruder Logik der tertiären Bildung ist es offenbar angebrachter, sich ängstlich ins Winkerl zu stellen und alle möglichen Schranken zu schließen, anstatt sich Herausforderungen zu stellen. Und das aktuelle Unisystem ist zweifelsohne eine Herausforderung: Die Studienbedingungen vermiesen den Studierenden den Alltag, die Anmeldesystem sind vielerorts vorsintflutlich oder unnötig kompliziert und die chronische Unterfinanzierung zwingt die Unis, Zugnagsbeschränkungen einzuführen – wenn die zuständigen Rektoren (wie WU-Chef Badelt), das nicht sowieso schon fordern.

Studiengebühren und Zugangsbeschränkung sind nicht die Lösung sondern das Problem. Wer sich einredet, es gebe faire Studiengebühren, lügt sich selbst in die Tasche – oder versucht das, der Öffentlichkeit vorzugaukeln, um die Unis zu Elite-Stätten zu machen und die einfachste – und falsche Lösung – für die Herausfordeurngen des tertiären Bildungssektors zu finden. Die Angst vor dem Ansturm scheint die richtigen Lösungen zu überblenden; aber: zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.

Soundtrack-Superman

11. Oktober 2009 von sophiewollner

Wusstet ihr schon, dass… Zach Braff (J.D. aus Scrubs) die Soundtracks zu seinen Serien und Filmen selbst macht? Wirkt auf den ersten Blick mäßig spannend – ist aber umso begeisterungswürdiger; Songs aus der (leider noch nicht real existierenden) Zach-Braff-Compilation eignen sich nämlich perfekt für den persönlichen Soundtrack.

Zach Braff

Zach Braff

I’m no superman“, den Titelsong von Scrubs hat Braff selbst ausgewählt, ebenso wie den mit einem Grammy ausgezeichneten Soundtrack zu Garden State. Die Cary Brothers („Blue Eyes“) und Remy Zero („Fair“) untermalen diesen „nichtlinearen“ Film. Joshua Radin, Musiker für Scrubs, Garden State und Closer ist ein Freund Braffs und trägt seinen Teil zum drama in Scrubs bei. Wer auf inbrünstige Gitarrenklänge und ruhig-rhythmische Abwechslung am Weg in die Schule, zur Uni oder zur Arbeit gern einen „eigenen“ Soundtrack hat, ist da genau richtig – passend zum miesesten Tag der Woche: I know what I’ve been told, You gotta work to feed the soul, But I can’t do this all on my own, No, I know I’m no Superman…

Gedruckt zu lesen ist diese Musik-Rezension im TROTZDEM, der Zeitung der Sozialistischen Jugend.

Warum nicht gleich?

8. Oktober 2009 von sophiewollner

Studiengebühren sind das Letzte – aus vielen Gründen, die zum Beispiel hier ganz gut erläutert sind. In Österreich wurden sie vor einem Jahr wieder – zum Teil – abgeschafft. Nicht für alle: Fachhochschulstudierende und alle die ‘zu lange’ (nach welchen Parametern auch immer definiert) studieren, müssen weiter zahlen.

Aber nicht nur die: Besonders diskrminierend ist das Gesetz und vor allem dessen Exekution gegenüber ausländischen Studierenden. Der Jurist Joachim Stern hats herausgefunden, der Standard veröffentlicht: Viele Studierende aus Drittstaaten werden ungerechtfertigt zur Kasse gebeten. Die Unis ignorieren spezielle Ausnahmeregeln von den Studiengebühren für Drittstaatsangehörige und wer sich nicht durch die Bürokratie kämpft – was oft daran liegt, dass man/frau gar nicht über seine/ihre Rechte bescheid weiß – zahlt, obwohl er/sie nicht muss.

Die Rechtswidrigkeit der Gesetzesdurchführung ist eine Kerbe im dilettantischen Umgang und der schikanösen Herangehensweise an die Studiengebühren. Sie einfach für alle abzuschaffen, würde nämlich nicht nur (relative) Gleichheit schaffen, sondern dem Ministerium und den Unis viel Arbeit und Bürokratie ersparen. Aber der ÖVP-Wissenschaftsminister will lieder noch mehr Ungleichheit schaffen, und Studiengebühren wieder einführen. Die SPÖ lehnt diese Wiedereinführung zwar ab – zur vollständigen Abschaffung reichts aber nicht.

Also nochmal an die Regierung: Studiengebühren für alle abschaffen und Gleichbehandlung ermöglichen!